Gerechtigkeit ohne KI

Der Bericht. Im vergangenen Juni stellten rund dreißig Wissenschaftler*innen das „Projekt für globale Gerechtigkeit“ vor. Dieser fundierte und belegte Plan legt dar, wie sich Ungleichheiten abbauen, die Gesundheitsversorgung verbessern und der Klimawandel begrenzen lassen.

Das Fehlen. Auf den 136 Seiten wird künstliche Intelligenz mit keinem Wort erwähnt. Das ist bemerkenswert, wenn man bedenkt, wie sehr andere – von Mark Zuckerberg bis Ursula von der Leyen – in ihr die Lösung für die genannten Probleme sehen.

Warum das wichtig ist. Möglicherweise warten die Verfasser*innen des Berichts auf verlässliche Studien zu den Auswirkungen von KI in diesen Bereichen. Vielleicht gibt es solche Studien aber auch gar nicht, und dieses Fehlen offenbart die Kluft zwischen faktenbasierten und auf bloßen Überzeugungen beruhenden Diskursen.

A Plan for Equality & Prosperity Within Planetary Boundaries. World Inequality Lab, 4. Juni (auf Englisch)