🇺🇸 USA: Die Verwaltung der Texas Tech University (40.000 Studierende) setzt ein KI-System ein, um Erwähnungen von Rasse oder Homosexualität in Lehrmaterialien aufzuspüren. Das Tool funktioniert zwar sehr schlecht, doch den Lehrenden ist durchaus bewusst, dass es vor allem dazu dient, zur Selbstzensur zu animieren. [The Atlantic, 11. Okt. auf Englisch]
✊🏼 Studierendenprotest: In Frankreich fordern Schüler*innen im Winter beheizte und im Sommer klimatisierte Räumlichkeiten sowie Toilettenpapier, aber auch die Abschaffung von „Parcoursup“, einem Algorithmus zur Verteilung von Universitätsplätzen. Ab der 11. Klasse herrscht eine „algorithmische Logik“, so die Protestierende. [Perspektive, 5. Okt.]
🇧🇪 Belgien: Die Solvay Brussels School der Freien Universität Brüssel hat mindestens zehn Studierende bestraft. Sie hätten im Juni während einer Prüfung Hilfe von KI erhalten. Deutliche Beweise gibt es keine – nur dass sie die Antworten ohne Erläuterung perfekt formuliert haben. [Sud Info, 22. Sept. auf Französisch] 2024 entschied das Verwaltungsgericht München, dass in solchen Fällen der Anscheinsbeweis genügt.
🇷🇸 Serbien: Seit einem Jahr überwacht ein automatisches System mit 5.000 Kameras die 600 Kindergärten und Grundschulen in Belgrad. Der Sicherheitskoordinatorin der Stadt sagt, Eltern und Kinder fänden es trotz anfänglicher Zurückhaltung sehr gut. [Tanjug, 15. Sept. 🔒 auf Sr] Das System kostete über 40 Millionen Euro.
🎒 Bildung: Schüler*innen, die überhaupt keine KI nutzen (in Deutschland jeder Zehnte), schneiden besser ab als die anderen. Eine maßvolle Nutzung (zwischen einmal im Monat und zweimal pro Woche) beeinträchtigt die schulischen Leistungen jedoch nicht. [OCDE, 8. Sept.]